Freiwillige Feuerwehr bis zum Ende der Kriegszeiten 1948

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges setzte eine für alle Feuerwehren in Schleswig-Holstein turbulente Zeit ein. Viele der aktiven Kameraden wurden aus der Wehr in die Armee abgezogen, von denen auch nicht alle den Heimweg fanden. In unserer Gemeinde fehlte dadurch überraschend die Wehrführung. So musste 1914 in einer eigens einberufenen Sitzung ein Beschluss gefasst werden, dass die Freiwillige Feuerwehr auch weiterhin bestand hatte. Für den damaligen Hauptmann, so war die Dienstbezeichnung, die heute Wehrführer/-in heisst, August Timmermann ging es in den Krieg. Seine Funktion führte nun August Möckelmann aus.

Nach dem Krieg wurde durch Wahl am 01.05.1920 Richard Lembcke zum neuen Hauptmann gewählt.

Die erste große Anschaffung der Gemeinde für die Feuerwehr war eine Motorspritze, die im Jahr 1931 gekauft wurde. Sie wurde bis 1964 eingesetzt, dort führte ein technischer Schaden während eines Einsatzes zu ihrer Außerdienststellung.

Am 29.05.1932 wurde das 25-jährige Stiftungsfest gefeiert. Es waren die Wehren aus Wiemersdorf, Fuhlendorf, Hasenkrug, Brokstedt und Willenscharen sowie eine Abordnung der Wehr Quarnstedt anwesend. Nicht anwesend waren die Wehren Bimöhlen und Hitzhusen. Die Musik wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Wiemersdorf gespielt. Der Kreisbrandmeister Kock aus Kisdorf lobte die vorgeführten Übungen. Der Tag endete abends mit einem Ball.

Mit der am 01.01.1934 beschlossenen und am 24.05.1938 umgesetzten Umorganisation der Feuerwehren auf dem platten Land gilt auch für unsere Feuerwehr das Gesetz der nationalsozialistischen Regierung über das Feuerlöschwesen. Zukünftig gelten die Mitglieder der Wehren im Sinne des Gesetzes als Polizeiorgane (Hilfspolizisten).

Am 07.12.1934 wurde Otto Lüders durch seine Kameraden zum Hauptmann gewählt. Auch nach dem Einsetzen der Polizeiverordnung blieb er bis zu seinem Kriegseinsatz der Hauptmann.

Das 30-jährige Stiftungsfest fand am 01.08.1937 statt. Es war schönes Wetter und alle Löschzüge des Amtsbezirkes waren zahlreich angereist. Aus den benachbarten Löschzügen hatten Hagen, Bad Bramstedt und Brokstedt eine Abordnung entsandt. Neben der Kranzniederlegung füllte auch ein Brandmanöver den Nachmittag. Der Abend endete dann mit einem Ball in Berghofers Gasthof.

Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges traf die Feuerwehr das Schicksal erneut. Der damalige Wehrführer Otto Lüders verließ seinen Heimatort, um an unterschiedlichen Fronten des Kriegsgebietes für Deutschland zu kämpfen. Einer seiner damaligen Stellvertreter, Heinrich Bracker, übernahm das Kommando als kommissarischer Wehrführer. Nach seiner Rückkehr aus dem Kriegsgebiet übernahm Otto Lüders wieder seine Funktion.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Führungsstruktur in den Feuerwehren neu gegliedert. Und diese wurden in Armstedt während der Generalversammlung am 10.11.1947 mit Wahlen umgesetzt. Gleichzeitig bedeutete dies die Rückkehr der Freiwilligen Feuerwehr in ein geregeltes „Vereinsleben“.
Erster Wehrführer wurde am gleichen Datum dann Günter Seemann.

Mit der Beschaffung eines alten Krankentransportwagens, kurz: Sanker, verfügte die Wehr dann auch ab 1948 über ein eigenes Fahrzeug. Allerdings mussten auch schon zu damaligen Zeiten Umbauten vorgenommen werden, was in der weiteren Geschichte zu einem ständigen Begleiter wurde.
Am 28.08.1948 übernahm Heinrich Bracker die Funktion des Wehrführers.

Zu dieser Zeit bildeten Armstedt, Hasenkrug und Hardebek eine Gemeindefeuerwehr Armstedt mit -3- Ortswehren. Am 06.09.1948 wurde Heinrich Bracker durch die Ortswehrführungen zum Gemeindewehrführer gewählt.
Zu dieser Zeit, gab es auch noch keine Amtsfeuerwehr Bad Bramstedt-Land. Die Bezirke waren hier wesentlich kleiner gefasst. So bildeten die FF Armstedt, FF Hasenkrug, FF Hardebek, FF Wiemersdorf und die FF Bimöhlen ein eigenes Amt Wiemersdorf. Der Amtswehrführer kam aus Armstedt und hieß Heinrich Bracker. Er wurde am 13.09.1948 in das Amt gewählt.

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